Klasse 3b spielt mit dem Feuer -
Besuch in der Kunstschmiede Weitzel

09.07 2009

Vor den Ferien hielt unsere Lehrerin noch ein besonderes Zuckerl für uns bereit:

Wir besuchten die "Kunstschmiede Weitzel".

Gleich 2 "Herr Weitzels" begrüßten uns - Philipps Opa, der die Kunstschmiede 1969 aufgebaut hat und Philipps Papa, der die Schmiede nun weiter betreibt.

Gleich zu Anfang staunten wir in der Werkstatt über die große Esse - das ist der Rauchfangtrichter über der Feuerstelle - dort brannten 2 eindrucksvolle Feuer. Bei dem kalten Regenwetter wurde uns so wenigstens in der Werkstatt nicht kalt. Am besten hat uns gefallen, dass wir alle bei Philipps Opa selbst einmal schmieden und das heiße Eisen bearbeiten durften - es entstand ein kunstvolles Klassenmesserchen. 

  

Bearbeitung des Stahls

Herr Weitzel an der großen Esse

Ab und zu sprühten dabei ganz schön die Funken. Auch wenn sich manche Kinder zuerst nicht so an das Schmieden trauten, so machte es allen – Buben wie Mädchen- am Ende viel Spaß. Zum Schmieden braucht man viel Kraft - und vor allem muss man mit dem schweren Hammer gut zielen können. Die Handwerker tragen deshalb Sicherheitsschuhe und meist feuerfeste Kleidung. Auch wir hatten unsere Kleidung entsprechend gewählt, dass das Spiel mit dem Feuer nicht ins Auge geht.

Ein Kunstschmied muss auch künstlerisch begabt sein und ein Gespür für das heiße Metall entwickeln. Beeindruckt hat uns, was man alles aus Stahl bzw. Eisen herstellen kann. Herr Weitzel junior ließ vor unseren Augen eine Schnecke, einen Nagel und ein Hufeisen entstehen. So ein Hufeisen zu schmieden dauert ganz schön lang. Eisen kann man erst  zwischen 800 und 1000 Grad biegen. Die Lehre zum Kunstschmied dauert 3 Jahre und dann kann man noch die Gesellen- und Meisterprüfung  ablegen. Dass man mit einem Hammer Muster in das heiße Eisen drücken kann, war uns neu. Wir wissen nun, dass das breite Ende des Hammers Bahn und das schmale Ende, mit dem man die Muster macht, Finne heißt. Um wieder Kraft zu tanken, hatte Familie Weitzel für uns noch eine leckere Brotzeit hergerichtet.

Alle geschmiedeten Schätze durften wir mit in die Schule nehmen, wo wir eine kleine Ausstellung damit machten. Auf dem Weg zur Schule entdeckten wir viel Schmiedekunst an den Häusern in Bernau: Balkongeländer, Tore, Blumenständer, Hausnummern, Fenstergitter und vieles mehr. 

Es war toll, einen Handwerksbetrieb so intensiv kennenzulernen.

Klasse 3b

 

  

  

An der Esse sprühten die Funken

Jedes Kind durfte mal ran ...

... und schmiedeten wie die Profis

 

 

Hilfe vom Meister.

Auch die Mädels trauten sich.

Ganz schön anstrengend ...

 

 


... ganz schön schwer so ein Hammer.

Ein selbstgeschmiedeter Nagel.

Kunstvolles ...

 

 

Staunende Gesichter.

Vielleicht übernimmt Philipp 
mal die Werkstatt ...
 

 

Wir behielten den Durchblick ...

Brotzeit nach getaner Arbeit.

 

 


P. H.

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